Nun, nach meinen ersten Erfahrungen kann ich mit Fug und Recht behaupten, es hat etwas mystisches. In dem Sinne nämlich, dass ich nicht verstehe was mein Herr Dissertation-Betreuer eigentlich von mir will. Nachdem vom ersten Treffen als Quintessenz nur zu nennen wäre, dass das ja alles so mal ü-b-e-r-h-a-u-p-t-n-i-c-h-t geht was ich da präsentiere (Nicht wissenschaftlich genug. Zu schwammig. Sie wollen Journalisten interviewen? Tun sie das bloß nicht, die halten sich doch eh alle für den Nabel der Welt und sind schrecklich eingebildete Personen...), stehe ich mit meinem mystischen Problem nun erstmal ziemlich alleine da. Der gute Mann ist nämlich im Urlaub. Sei ihm gegönnt.
Nach einem, zum Glück sehr aufbauenden, Gespräch mit bereits erwähnter, großäugiger Tutorin verbringe ich nun meine Tage also in der muffigen Unibibliothek in der auch noch - na, wie sollte es auch anders sein - Bauarbeiten stattfinden und versuche mit den bruchhaften konstruktiven Kommentaren von Professor Urlaubsschön ein neues Thema zu basteln. Mal sehen wie das so wird.
Zum Glück bleibt noch ein bisschen Sommer für andere schöne Dinge in London und Umgebung...
Diese und ähnliche Momente sorgten für äußerst heitere Stimmung, verständlicherweise.
Nur so, weil ich das richtig finde. Und wichtig finde.
Shoppen. (Und Yoga offensichtlich...) Ja, nein, vielleicht?!
Und noch ganz viel mehr...
Sieht eigentlich doch alles nach Friede-Freude-Eierkuchen aus. Womit ich zu dem ärgerlichen Teil komme (ja, es schließt sich der Kreis zum drohend düsteren Titel). London ist voller Verbrecher. Räuber, Halunken, Diebe, Schufte, Kriminelle,... Nur so viel: Es ist tatsächlich ein WUNDER, aber mein Portmonnaie ist noch da, mein Schlüssel, mein Handy, meine Kamera, alles... aber seit gestern fehlt er. DER Ipod. Meiner. Stibitzt. Aus der Tasche raus. Zuhause hatte ich nur noch die Kopfhörer in der Hand. Trauriges Überbleibsel. Ich weiß nicht wie, nicht genau wo, aber irgendwann gestern nacht wurde ich beraubt. Tja, und nu isser weg. Der Gute. Dabei ist sogar mein Name eingraviert. Na, vielleicht finde ich ihn ja in ein paar Tagen bei eBay. Und kaufe ihn zurück ("So ein Zufall, da ist mein Name eingraviert...") Die erfolglose Suche heute (3 Stunden investigativer Spaziergang und unendliches Kopfzerbrechen) hat mich müde gemacht. Deswegen gehe ich jetzt auch ins Bett. Ist ja schon spät. Und die Bibliothek wartet auf mich.
Bonne nuit
a bienôt
La Ella



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